Geschäftsräume des Vereins
In 47803 Krefeld, Girmesgath 5, zwischen Hülser Straße und Westparkstraße im Norden der Stadt, hat der Verein in der von Ludwig Mies van der Rohe einst für die VERSEIDAG geplanten Industrieanlage in einem freistehenden Pavillon ein geeignetes Quartier gefunden, und zwar in der alten Schlichterei und späteren Kantine, die ein großes Panorama-Wandbild von Fritz Huhnen schmückt. Hier haben einsatzfreudige Mitglieder und großzügige Sponsoren variable Ausstellungsräume ausgebaut und als Galerie eingerichtet. Auch großformatige Werke und Installationen finden hier gut belichtete Flächen, andererseits ermöglichen Flächenvorhänge und partiell einsetzbare Lichtschutzfolien die Präsentation lichtempfindlicher Objekte. Der gesamte Raumkomplex ist während der Ausstellungen über eine zertifizierte Überwachungsanlage gesichert.

Alte Schlichterei und ehemalige Kantine der Verseidag
Ausstellungen in der Alten Schlichterei
Ein Jahr nach seiner Gründung, am 18. September 2005, begann „Kunst und Krefeld“ seine Ausstellungstätigkeit mit einer Gruppenausstellung von 10 Künstlern. Ihre Auswahl war selbst für Kenner des hiesigen Kunstlebens überraschend, da renommierte Künstler in Erscheinung traten, die hier vor Ort seit längerer Zeit nicht präsentiert worden waren.
Dem „KunstRaum Krefeld I“ folgten während der vergangenen vier Jahre 12 Ausstellungen, die zunehmend thematische und inhaltliche Ausrichtungen erkennen lassen. Mit Hildegard von Portatius konnte eine hoch verdiente Textilkünstlerin geehrt werden (2006), und die 2007 in Zusammenarbeit mit dem Haus der Seidenkultur und der Hochschule Niederrhein veranstaltete Übersicht über die Textilkultur in Krefeld zeigte, begleitet von einem vielbeachteten Katalog, an der Girmesgath fünf herausragende Lehrer an der ehemaligen Textilingenieurschule: Johannes Itten, Georg Muche, Gerhard und Elisabeth Kadow sowie Max Peiffer-Watenphul. Einzelausstellungen waren den Objektkünstlern und Malern Will Cassel (2006), Klaus-Peter Noever (2006), Peter Heeser (2008), Bart Koning (2008) und Günther C. Kirchberger (2008) gewidmet, die bis auf einen persönliche Beziehungen zur alten Werkkunstschule Krefeld besitzen. Nicht zuletzt wurde mit Hellmut Seegers schon 2006 ein eigenwilliger Maler ausgestellt, dessen Nachlass seine Frau Ingeborg in eine vom Verein getragene Stiftung eingebracht hatte. Eine andere, für Krefeld bemerkenswerte Ausstellungsreihe setzte 2007 mit Heinrich Campendonk als Glasmaler ein, parallel zu einer Schau in den Krefelder Kunstmuseen zum 50. Todestag des Künstlers. Auf dieser Achse lag die Ausstellung des Glasmalers und Plastikers August Pigulla in diesem Jahr 2009. Andere namhafte Künstler aus der Abteilung für Glas und Mosaik von Prof. Gustav Fünders (WKS Krefeld) sollen folgen, zuerst im kommenden Jahr der vielfach ausgezeichnete Hubert Spierling. Als letzte Schau vor dem kleinen diesjährigen Jubiläum waren Skulpturen und Zeichnungen von Michael Schwarze zu sehen. - Dankbar ist der Vorstand den Damen, die bereitwillig und zuverlässig diese Ausstellungen betreuen.
An passenden Themen für weitere Ausstellungen mangelt es nicht, so „Krefelder Zeichner“, die soeben mit Fritz Huhnen und Martin Lersch starten, sodann noch unerfüllt z.B.: „Künstlervereinigungen in Krefeld“ oder die „Ateliers an der Windmühlenstraße“, ganz abgesehen von den vielen Möglichkeiten, die mit den traditionsreichen künstlerischen Ausbildungsstätten dieser Stadt zusammenhängen.

Innenansicht mit einer Glasmalerei von Spieling